Aus der Reihe was wir wollen wie wir denken !

Proudhon und Eigentum.

Proudhon ist am besten bekannt für sein Werk Was ist Eigentum? aus dem Jahr 1840. Dieses Werk legte auch das Fundament für seine späteren Werke wie auch alle Formen des modernen Anarchismus. Am bekanntesten ist wohl seine Aussage dass Eigentum Diebstahl sei. Dies ist aus zwei Gründen so. Erstens wird das gemeinsame Erbe, Land und Produktionsmittel, von wenigen angeeignet. Zweitens führt dies dazu, dass Arbeiter_innen gegenüber den Besitzenden ihre „Freiheit verkauft und aufgegeben“ haben. Diese erwerben die „Produkte der Arbeit ihrer Angestellten“ und machen ungerechte Profite aus den „kollektiven Mühen“. Wenn „Arbeiter die Eigentümer des von ihnen produzierten Wertes“ seien, ist dies im Kapitalismus nicht der Fall. Um dies zu erreichen, darf „akkumuliertes Kapital als gesellschaftlicher Eigentum niemandem alleine gehören“. Somit sind alle Arbeitenden „Besitzer ihrer Produkte“ aber gleichzeitig „ist niemand Besitzender der Produktionsmittel“. Wenn „Das Recht auf das Produkt exklusiv“ ist, dann ist „das Recht an Produktionsmitteln gemeinschaftlich“, denn wenn „das Recht auf Leben gleich ist, ist das Recht auf Arbeit gleich und so auch das Recht auf Aneignung“.

Weitaus weniger bekannt ist der zweite Schluss, dass „Eigentum Despotismus“ ist. Eigentum „verletzt Gleichheit durch das Recht auf Ausschluss und Zunahme, und Freiheit durch Despotismus.“ Eigentümer_in sei somit „synonym“ mit „souverän“, da sie_er „seinen Willen als Gesetz aufzwingt, und weder Widerspruch noch Kontrolle erfährt“, da „jeder Eigentümer unabhängiger Herrscher in seiner Sphäre des Eigentums“ sei. Anarchismus im Gegensatz dazu sei „das Fehlen von Meister oder eines Souveräns“. Wie es Proudhon 1846 sagte: „Eigentum, was uns frei machen sollte, macht uns eigentlich zu Gefangenen. Was sage ich? Es degradiert uns indem es uns gegenseitig zu Tyrannen und zu Bediensteten macht“.

Daher wird Eigentum aus zwei miteinander verbundenen Gründen abgelehnt: Es produziert Beziehungen zwischen Menschen, welche durch Repression und Ausnützung gekennzeichnet sind. Die „Abschaffung menschlicher Ausbeutung durch seine Mitmenschen und die Abschaffung menschlicher Regierung über seine Mitmenschen“ seien „das Gleiche“ da: „was in der Politologie Autorität genannt wird, ist analog und gleichbedeutend mit dem Begriff des Eigentums in der politischen Ökonomie“. Diese Zwei Auffassungen überlappen sich und sind identisch“. Das „Prinzip der AUTORITÄT entwickelte sich durch Eigentum und durch den Staat“. Und somit „ist ein Angriff auf das Eine, auch ein Angriff auf das Andere“.Assoziation müsse beide ersetzen; sonst würden die Menschen „zueinander als Über- und Unterlegene bleiben. Und es würden zwei Kasten, jene der Meister und jene der Lohnarbeiter, fortbestehen. Dies wäre widersprüchlich zu einer freien und demokratischen Gesellschaft“.

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